Marchfelderhof-Nachbericht
BÜHNE FREI für MANFRED WABA - 65. Geburtstag
Wir schreiben den 19. März 2020:
Alles war vorbereitet. Die Gästeliste stand, das Festmenü war fixiert, das Showprogramm bis ins letzte Detail abgestimmt – kurzum: Die große Geburtstagssause zu Manfred
Waba´s 60er
im Marchfelderhof war startklar. Doch dann kam alles anders. Nur drei Tage vor dem geplanten Fest wurde der erste Lockdown verhängt – und die große Feier musste schweren Herzens abgesagt
werden.
Fünf
Jahre später – gleicher Ort, gleiches Datum, nahezu identische Gästeliste – konnte das Fest endlich nachgeholt werden.
Der gefeierte Bühnenbildner und Meister der Fantasiewelten, MANFRED WABA, reiste aus Podersdorf an, um im Marchfelderhof seinen 65. Geburtstag gebührend zu feiern – diesmal mit doppeltem Glanz
und umso mehr Emotion.
„Seit meiner Kindheit liebe ich solche Fantasiewelten wie hier“, schwärmte
der Jubilar – und ließ sich von Küchenchef
Christian Langer ein
herrliches, mehrgängiges Frühlingsmenü auftischen. Mit dabei: die Grand Dame der Wiener Society Birgit
Sarata Künstlermanagerin Marika
Lichter, Kulturmanager Josef
Kirchberger,
die Opernstars Andreas
Schager,Christina
Pasaroiu „AntoNetta“ sowie Edith
Leyrer, Alexandra Reinprecht und
Star Pianistin Soryang –
allesamt langjährige Weggefährten und Freunde.
Der umtriebige Bühnenvisionär, der bereits mit PLÁCIDO DOMINGO auf Tournee war und für DAVID BOWIE die Bühne gestaltete, lauschte sichtlich gerührt der launigen Laudatio seines engen
Freundes Alfons
Haider –
und konnte die eine oder andere Träne kaum unterdrücken.
„Unsere Altersgenossen züchten längst Rosen im Schrebergarten oder füttern Tauben im Park“,
witzelte Gery
Keszler, der
– wie WABA – kein bisschen an Elan eingebüßt hat und immer noch vor kreativen Ideen sprüht.
Zu Gervais-Terrine mit Basilikum-Paradeiskompott und Barbarie-Entenhaxerl mit Schwarzwurzel-Bärlauch-Ragout wurden frische Weinviertler Weine von Promi-Winzerin Katharina
Baumgartner serviert,
während die Opernstars Stefan
Cerny und Thomas
Weinhappel, Elisabeth
Pratscher, Werner
Auer Opern-Ohrwürmer
durch den Gobelin-Saal schmetterten.
WABA, Familienvater und bekennender „Besessener seiner Arbeit“, lässt auch mit 65 nicht locker: Erst vor wenigen Monaten ließ er auf der Seebühne in Mörbisch die größte Krippe der Welt lebendig
werden. Als Mitbegründer der Opernfestspiele St. Margarethen und Schöpfer des spektakulären Bühnenbilds zum 20. Life Ball zählt er zu den ganz Großen seines Fachs.
„Wer rastet, der rostet“, bekräftigen Gerhard
Ernst, Senator Peter
Horak und Waterloounisono
– und freuen sich gemeinsam mit den Bühnenprofis Michael
Lakner und Andy
Lee Lang auch
Landeshauptmann a.D. Hans Niessl auf neue Herzensprojekte:
Im Sommer steht „La Traviata“ beim Opernsommer auf dem Programm, gefolgt von einer noch beeindruckenderen Version der „größten Weihnachtskrippe der Welt“ im Rahmen des Winterwunders in Mörbisch.
Darüber hinaus sind eine opulente Wassershow in Laxenburg, ein eigenes Musical sowie die monumentalen Passionsspiele im Steinbruch St. Margarethen mit über 400 Mitwirkenden im kommenden Jahr
geplant.
Zum krönenden Finale der Geburtstagsfeier ließ Hausherr Peter
Großmann eine
brennende Schokolade-Nougat-Krokant-Torte mit exotischen Früchten samt zündendem Feuerwerk auffahren. Waterloo widmete dem Jubilar ein bewegendes „So a wunderschönes Leben“, bevor die Solisten
der Bolschoi
Don Kosaken mit
Gründer Petja
Houdjakov ein
kraftvolles „Happy Birthday, dear Manfred“ anstimmten – unterstützt von einem hundertstimmigen Gästechor –, dass man fast meinte, am Neusiedler See in Podersdorf würde ein Tsunami
losbrechen.
Alfons Haider Auszuge aus der Laudatio:
Das
ist Manfreds Credo: Man muss die Menschen einfach berühren können – das macht ihn aus, und genau das hat er immer getan.
1996 ist er durch Zufall zum Bühnenbild gekommen. Seither hat er 120 Bühnenproduktionen als Bühnenbildner, Regisseur oder Produzent begleitet. Doch bei ihm stand nie die Quantität im Vordergrund,
sondern immer die Qualität.
Wichtig war ihm immer das strahlende Gesicht des Publikums – jedes einzelne Gesicht, das auf seine Kreationen reagiert hat. Und er sagt immer wieder von sich:„Das
Publikum ist unsere einzige Messlatte, die wir erreichen möchten.“
Jetzt ist der Mann aus Podersdorf – man glaubt es kaum – in Pension. Aber nein, so ist es nicht: Er ist wie ein „Duracell-Haserl“ – er hört nicht auf. Ich bin überzeugt, wir werden in zehn Jahren
wieder hier sein – und dann hat er schon seine 180. Produktion verwirklicht.
O-Ton Andy Lee Lang: Er
kann verzaubern und begeistern, er ist ein wahres Multitalent – einfach WABA.
O-Ton Marika Lichter: Für
mich ist Manfred Waba monumental, denn alles, was er macht, ist groß und großartig.
O-Ton
Christian Spatzek: Ich
habe Manfred Waba gefragt, ob er das Bühnenbild für Stockerau machenkann – und er hat kein einziges Mal über Geld gesprochen. Das ist so typisch für ihn: Er macht den Job weil es ihm Freude
macht, weil er begeistert ist.
Thomas Weinhappel: Papageno-Lied mit persönlichem „Waba“ Text
Der
Manfred Waba, der ist da, mit seine 65 Jahr. Der Allerbeste ist bekannt, bei alt und jung im ganzen Land. Weiß mit den Bühnen umzugeh’n und sich auf’s Malen zu versteh’n! Drum kann er froh und
lustig sein, denn alle Bühnen sind ja sein.
Mit grenzenloser Phantasie führt er spektakulär Regie. Der Bühnenbildner fasziniert, er inszeniert auch ungeniert. Beim grandiosen Open-Air schafft er perfekten Opern-Flair! Drum kann er froh und
lustig sein, denn alle Bühnen sind ja sein.
Der kreative Jubilar entwirft Kostüme wunderbar! Der geniale Professor ist obendrein sogar Autor. Er ist der allerbeste Freund, den man sich überall erträumt! Drum kann er froh und lustig sein,
denn alle Freunde sind ja sein.
Honorarfreie Fotos in Druckqualität
Fotocredit: Conny de Beauclair